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Aus dem Vereinsleben

 

Bericht Jahreshauptversammlung 2017

Am 31.3. fand die Jahreshauptversammlung im Clubhaus statt. Vereinsvorsitzender Mario Link begrüßte die Gäste und bat sie zum Gedenken der verstorbenen Vereinsmitglieder sich zu erheben. Bevor man zu den Abteilungsberichten überging, richtete der erste Vorstand das Wort an die anwesenden Mitglieder.  Aufgrund der ausgesprochen guten Jugendarbeit genieße der Verein ein hohes Ansehen im Fußballkreis, so Link.  Ohne die vielen Helfer, ob Trainer oder Eltern, wäre diese Aufgabe nicht zu leisten.

Link zeigte sich zufrieden mit der geleisteten Clubhausrenovierung. In diesem Zusammenhang stellte er auch den neuen Wirt Ewald Scherger vor. Schergers Umgestaltung des Clubhauses kommt bei den Gästen gut an. Insgesamt könne man aber noch mehr Werbung im Freundeskreis bzw. bei der Bevölkerung machen.

Links besonderer Dank ging einmal mehr, wie schon in den vergangenen Jahren an die Rentnerband. Die junggebliebenen Senioren, Rainer Noe, Werner Mundil, Albin Ritz, Hans Palkowitsch, Hans Engelsdorfer, Emmerich Erhart, Hermann Spannagel, Helmut Holub und Sylvain Kolbach kümmern sich vorbildlich mit großem Eifer und Engagement ums Vereinsgelände. Keine Arbeit ist ihnen zu viel und selbst bei den Vereinsfesten und Aktivitäten helfen sie tatkräftig mit.

Der einleitenden Begrüßungsrede folgte die Verlesung des Protokolls der vergangenen Generalversammlung von 2016. Jutta Scrivens, als Chefin des Festausschusses, knüpfte nahtlos mit ihrem Bericht über die Vereinsaktivitäten an. Der VfB richtete gemeinsam mit der Stadt, dem Musikverein, dem Tennisverein, der Kirche und den Rauenberger Winzern das letztjährige Sommerfest auf dem Kirchplatz aus.  Ob am Cocktailstand, Bierwagen oder Holzofengrill, das Fest war erneut ein toller Erfolg. Der organisatorische Höhepunkt im Vereinsjahr war wieder einmal die Kerwe. Alles, angefangen beim Aufbau, über die Besetzung der vielen Schichten bis hin zur Durchführung des Schlachtfestes, lief strukturiert und ohne Komplikationen.  Jutta Scrivens dankte der Rentnerband, den Alten Herren, der ersten und zweiten Mannschaft sowie allen anderen Mitgliedern, die den Verein so tatkräftig unterstützt haben. Ihr besonderer Dank erging an Walter Kloe, der mit der Bereitstellung seiner Halle für das VfB Schlachtfest die Basis für ein absolutes Kerwe-Highlight gelegt hat. Als am Nachmittag die Sonne raus kam und die Luis-Trinker-Band, um Schlagzeuger Armin Rühl, flott aufspielte, waren alle Plätze am Ende der Dielheimer Straße besetzt und die Stimmung konnte nicht besser sein.

Weniger positiv berichtete Scrivens vom vergangenen Weihnachtsmarkt. Hatte man das Jahr davor bei dieser Veranstaltung ausgesetzt, wurde man bei dem letzten Event von der Stadt auf das Abstellgleis verfrachtet. Für das kommende Weihnachtstreiben wünscht man sich wieder eine integrierte Position zwischen den anderen Vereinen und Betreibern. Dennoch machte man das beste aus der Situation und Dank der helfenden Hände von Diana, Jessi und Chrisse Knopf und dem ganzen Team konnte man die Unkosten decken. Mehr hatte die Veranstaltungschefin nicht hinzuzufügen.

Link warf ein, dass man bei der Suche nach Helfern und der Verteilung der Schichten in der Vergangenheit auf das Internet und die sogenannte „Doodleliste“ gesetzt hat. Zukünftig möchte man wieder mehr die einzelnen Mitglieder persönlich ansprechen um sie für die Helferschichten zu gewinnen. Aus den Reihen der versammelten Mitglieder kam der Vorschlag einzelne Schichten an die Abteilungen zu geben und z.B. bei der Kerwe im jährlichen Wechsel bei den Tagen und Zeiten zu rotieren. Bisher nämlich waren die AH für den Kerwewagen und Umzug zuständig. Nächstes Jahr könnte dann evtl. die Jugendabteilung den Umzug durchführen und die alten Herren mal wieder einen Dienst am Bierwagen verrichten.

Im nächsten Bericht hatte der Jugendwart Antonio Aquilar das Wort. Stolz verkündete er, dass rund 200 Kinder und Jugendliche beim VfB in der Saison 2016/17 Fußball spielten. 17 Jugendmannschaften  werden von 31 Trainern betreut. Highlights der vergangenen Jugendarbeit waren die Auszeichnung mit dem goldenen Kleeblatt durch den Fußballverband für die besondere Jugendarbeit, der Gewinn und die Teilnahme einer Sommercamp-Reise über die Egidius-Braun-Stiftung und der Besuch des DfB-Mobils. Für die laufende Saison nannte Aquilar auch sportliche Ziele. Mit der B-Jugend möchte man gut in der Kreisliga abschneiden und mit der C-Jugend sogar in die Landesliga aufsteigen. Die Spieler der A-Jugend sollen an die Herrenmannschaften herangeführt werden um die baldige Integration zu erleichtern. Der stellvertretende Jugendleiter Gerhard Kraus ergänzte, dass es in der kommenden Saison in der C-Jugend eine Spielgemeinschaft mit dem FC Frauenweiler geben wird. Insgesamt lobte der Jugendleiter die großartige Arbeit, die beim VfB geleistet wird. Der Büro-Mix-Cup ist Dank der hervorragenden Arbeit des verstorbenen Volker Beushausen ein weit über die Grenzen hinaus bekanntes Jugendturnier. Dem ehemaligen Jugendleiter zu Ehren heißt die Veranstaltung nun „Volker-Beushausen-Gedächtnisturnier um den Büro-Mix-Cup“. Weil 200 Jugendliche Raum zum Trainieren und Spielen brauchen, sprach Aquilar die aktuelle Platzsituation in Rauenberg an. Aufgrund des hohen Spielbetriebs sind die beiden Plätze in Rauenberg nie durchgehend bespielbar. Im Winter hat nur der vordere Platz Licht und die große Mannaberghalle alleine kann den auftretenden Bedarf nicht erfüllen. Da die neue Kulturhalle nicht für sportliche Betätigungen renoviert wurde, muss früher oder später eine weitere Trainingsfläche her.

Für die Abteilung der alten Herren durfte Jörg Bienert berichten. Das diesjährige Drei-Königs-Turnier der AH war wieder gut besucht. Die Altfußballer selbst haben im vergangenen Jahr nur wenige Kleinfeldturniere gespielt.  Ein Spiel über den ganzen Platz hat gar nicht stattgefunden. Im Training, mittwochabends mangelt es allerdings nicht an Spielern. Fast immer sind 12-14 Mann am Start. Bienert erwähnte die traditionellen Aktivitäten der AH, wie das Boseln und den Kerweumzug. Neu war ein Ausflug mit Kind und Kegel in die Südpfalz, wo man sich bei einer Draisinenfahrt vergnügte.

Innerhalb der AH ist man sich einig, dass man den VfB noch mehr unterstützen könne und verkündete der Versammlung deshalb, dass jedes AH-Mitglied ab sofort mindestens zwei Arbeitsschichten im Vereinsjahr übernehme. Die Vorstandschaft nahm dieses Angebot sehr gerne an.

Bei den Kinderturnern sind derzeit 120 Kinder in vier Gruppen aktiv. Anette Medelin-Gauch berichtete für die Gruppe und stellte dar, dass der Indoor-Spielplatz im Februar ein absoluter aber auch viel zu überfüllter Höhepunkt  war. Hier wolle man sich etwas für die kommenden Veranstaltungen überlegen.

Bei der ersten und zweiten Mannschaft kann man insgesamt ganz zufrieden auf die derzeitige Situation blicken. Trainer Christian Schmidt berichtete für den entschuldigten Spielausschussvorsitzenden Christian Erhart.  Leider hat man den Aufstieg im vergangenen Jahr knapp verpasst aber in diesem Jahr habe man den Kampf um einen der drei Plätze noch nicht aufgegeben. Man stehe aber derzeit auf einem guten 5. Platz. Die aktuelle Saison verlief jedoch nicht immer so positiv. Viele Spieler verließen beruflich oder verletzungsbedingt die Mannschaft, so dass von einem kontinuierlichen Erfolg nicht immer die Rede sein konnte. Schmidt erklärte aber auch, dass trotz der widrigen Umstände ein großer Zusammenhalt bestünde. Ein großes Lob und Dank ging an das Spielausschussteam, das zu 100% hinter der Mannschaft und den Trainern stünde. Ebenfalls bedankte sich der Trainer bei  seinem Kollegen Horst Hillesheim mit den Worten: „Horst, mach weiter so!“ Den meisten Anwesenden war nicht unbekannt, dass Schmidt nach der Saison als Trainer aufhört. Ein Nachfolger steht mit Thomas Breuninger bereits fest. 

Nachdem alle Abteilungen gesprochen hatten, konnte Kassier  Michael Erhart den Finanzbericht präsentieren. Hatte man im Vorjahr noch hohe Ausgaben zu verbuchen, steht man heuer ganz ordentlich da. Erhart erklärte, dass die Ausgaben, z.B. für eine Sportplatzpumpe notwendig waren und man insgesamt nachhaltig gewirtschaftet hat. Dies soll auch weiterhin das Ziel sein. Der Kassier beendete seinen durchweg positiven Bericht in dem er verkündete, dass die Stimmung und die Zusammenarbeit der einzelnen Abteilungen noch nie so gut war wie heute.

Holger Weber sprach auch für den entschuldigten Kassenprüferkollegen Alessandro Arcangeli und bescheinigte mit seiner Ausführung, dass Michael Erhart erneut eine tadellose Buchführung vorweisen konnte. Der Kassier wurde einstimmig entlastet.

Der Ehrenvorsitzende  Walter Kloe forderte die Anwesenden auf die Vorstandschaft zu entlasten. Auch dies geschah einstimmig.

Um 21.30 endete die Jahreshauptversammlung.

 

 

 

Nachruf Volker Beushausen

Der VfB trauert um seinen ehemaligen Jugendleiter, wertgeschätzten Jugendtrainer und Freund.

 

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Fußball gegen Rassismus und Gewalt

Mehrere Fußballvereine in der Region Walldorf/Wiesloch beteiligen sich an der bundesweiten Aktion "Vier Schrauben für Zivilcourage" - Ein Unterwandern des Sports durch Rechte soll so verhindert werde. Rund um Wiesloch/Walldorf. (rö) Das Schild ist vergleichsweise klein und unauffällig. Die Aktion, für die es steht, ist dafür umso wichtiger. "Vier Schrauben für Zivilcourage", von der Initiative "Fußballvereine gegen Rechts" aus Düren/Nordrhein-Westfalen ins Leben gerufen, setzt auf inzwischen schon 300 Fußballplätzen in ganz Deutschland ein sichtbares Zeichen gegen Rassismus und Gewalt. Für ihr Engagement wurde die Initiative bereits 2008 vom DFB mit dem Julius-Hirsch-Preis ausgezeichnet, mit dem der Einsatz für Freiheit, Toleranz und Menschlichkeit gewürdigt wird. Der Preis erinnert an das Schicksal des siebenfachen deutschen Nationalspielers Julius Hirsch, der 1933 wegen seiner jüdischen Herkunft aus seinem Verein, dem Karlsruher FV, ausgeschlossen und 1943 im KZ Auschwitz ermordet wurde.

In der Region rund um Wiesloch und Walldorf haben sich der VfB Rauenberg, die SpVgg Baiertal, die SG Dielheim, der VfB Wiesloch und der FC-Astoria Walldorf an "Vier Schrauben für Zivilcourage" beteiligt. "Das ist eine gute Sache", sagte Ronny Zimmermann, der Präsident des Badischen Fußballverbands (bfv), bei einem Vorort-Termin auf dem Rauenberger Sportplatz. Nach seiner Kenntnis haben bereits 85 Vereine im Verbandsgebiet das Schild aufgehängt, weitere 25 haben schon angefragt - auch weil der Fußballverband die Aktion sehr offensiv kommuniziert und auch bei seinen Veranstaltungen mit einem großen Banner dafür wirbt. "Im Nordosten versuchen Rechte, die Fußballvereine zu unterwandern. Wir wollen nicht warten, bis das auch bei uns passiert, sondern vorher auf die Problematik aufmerksam machen", sagte Zimmermann.

"Wir stehen hinter dem Motto", sagte Mario Link, der Vorsitzende des VfB Rauenberg. Man habe eine große Jugendabteilung und wolle die jungen Fußballer "auf den richtigen Weg führen". Link: "Ein Fußballverein hat immer auch eine soziale Aufgabe." In den Jugendmannschaften des FC-Astoria Walldorf gebe es Spieler aus vielen verschiedenen Herkunftsländern, sagte Michal Strnad, Trainer der U 15 des Vereins. Deshalb habe man intern eigentlich keine Probleme mit Rassismus. Bei Fußballspielen habe er aber schon öfter miterlebt, dass Spieler aufgrund ihrer Herkunft diskriminiert wurden. "Wir hatten kurz vorher einen Fall", sagte Frank Kohlroß, zweiter Vorsitzender des VfB Wiesloch, "deshalb haben wir sofort gesagt, wir machen da mit". Auch der VfB habe eine "relativ große Jugend, multi-kulti aufgestellt, bei uns darf sich jeder beteiligen".

"Das ist eine Sache, die wir unterstützen müssen", berichtete Klaus Filsinger, Vorsitzender der SpVgg Baiertal, von der "einhelligen Meinung" im Club. Innerhalb des Vereins funktioniert es nach seiner Erfahrung immer gut, Spieler anderer Nationalitäten zu integrieren (wie zum Beispiel aktuell drei Portugiesen aus Amarante, die im Zug des Projekts "Job of my Life" in der Region eine Lehre absolvieren). Schwieriger wird es aber, wenn es bei Fußballspielen emotional zugeht: "Wir haben auch schon Platzverbote gegen eigene Mitglieder ausgesprochen", sagte Filsinger.

Mit dem Aufhängen des Schilds allein ist es natürlich nicht getan. "Das ist ein Anfang", sagte Jörg Frielinghaus vom VfB Rauenberg. "Wir müssen das im Verein leben, dazu gehört beispielsweise auch der Respekt vor dem Schiedsrichter." Wer sich noch an der Aktion beteiligen will, kann sich laut Ronny Zimmermann gern beim Verband melden.

Quelle: Rhein-Neckar-Zeitung, 24.10.2014, 06:00
http://www.rnz.de//wiesloch/00_20141024060000_110772500-Fussball-gegen-Rassismus-und-Gewalt.html#ad-image-0